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Großeltern und andere Verwandte

Eine Familie muss nicht nur aus einer Mutter, einem Vater und ihren Kindern bestehen. Oft sind noch weitere Verwandte vorhanden wie zum Beispiel Großeltern, Tanten und Onkel. In manchen Familien gibt es sogar noch Urgroßeltern. Für manche Kinder sind Oma und Opa wichtige Bezugspersonen, andere haben dagegen nur wenig Kontakt zu ihren Großeltern. Ob die Großeltern eine wichtige Rolle im Leben der Enkel spielen, oder ob die Kinder sie nur selten sehen, hängt nicht zuletzt auch davon ab, welches Verhältnis Vater und Mutter zu ihren eigenen Eltern haben.

Wenn Verwandte der Eltern die Familie unterstützen, kann das eine große Bereicherung sein. Für den Opa ist es schön, regelmäßig mit seinem Enkel zu spielen, während die Eltern entlastet werden. Wenn die Großeltern in der Nähe wohnen, können Sie auch im Krankheitsfall einspringen und die Kinder betreuen.

Sowohl für Großeltern als auch für Eltern stellt es eine nicht zu unterschätzende Herausforderung dar, in die neue Rolle hineinzuwachsen. Die ehemaligen Kinder sind nun selber Eltern und müssen teilweise den eigenen Eltern deutliche Grenzen setzen. Es sollte zu jedem Zeitpunkt klar sein, dass die Großeltern zwar als Bereicherung gesehen werden, das Entscheidungen bezüglich der Kinder jedoch von den Eltern getroffen werden. Andernfalls können die Kontakte schnell zu Konflikten führen was für alle Beteiligten unangenehm wäre. Ist das Verhältnis dagegen gut, so können Opa und Oma in bestimmten Situationen auch einmal großzügiger und weniger streng sein als die Eltern. Die Enkel genießen es in der Regel, bei den Großeltern die volle Aufmerksamkeit zu bekommen.

Leider hat nicht jeder das Glück, dass Großeltern vorhanden sind, die in der Nähe wohnen und mit denen er sich auch noch gut versteht. Manche Eltern wollen nicht auf eine liebevolle Oma bzw. einen liebevollen Opa für ihre Kinder verzichten, auch wenn es diese in der eigenen Familie nicht gibt. Sie suchen daher im Internet oder auch zum Beispiel mit Aushängen im Supermarkt nach einer „Leihoma“ oder auch einem „Leihopa“. Oft finden sich rüstige Rentner, die selber keine Enkel haben oder mit diesen aus den unterschiedlichsten Gründen keinen oder wenig Kontakt haben können. Diese Menschen freuen sich, anderen Kindern ein Ersatz für die eigenen Großeltern zu sein und zum Beispiel gemeinsame Ausflüge zu unternehmen oder einfach ein Buch zu lesen. Stimmt die Chemie zwischen Ersatz-Großeltern, Eltern und Kindern, so kann es sogar passieren, dass die selbst ausgewählte Oma mit der Zeit von allen Beteiligten als Mitglied der Familie betrachtet wird.

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