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Ruanda: Vom Genozid geprägt

Nach dem Bürgerkrieg und dem Völkermord von 1994 herrscht heute es war Frieden in Ruanda, die Folgen des Krieges sind aber bis heute zu spüren. Die meisten Familien haben Angehörige verloren und mussten teilweise unter schlimmsten Bedingungen ums Überleben kämpfen. Das hat auch noch Auswirkungen auf die heute geborenen Kinder, obwohl diese den Krieg selber gar nicht erlebt haben. Sie wachsen aber mit traumatisierten Eltern auf, und mittlerweile hat die Forschung gezeigt, dass Traumata durch die eigenen Ängste ein Stück weit an die eigenen Kinder weitergegeben werden. Es wird daher noch dauern, bis ich das Land vom Bürgerkrieg erholt hat.

Trotz der schrecklichen Vergangenheit gibt es heute wieder ein normales Alltagsleben in Ruanda. Die durchschnittliche Familie hat fünf Kinder. Die meisten Menschen in Ruanda leben von der Landwirtschaft, es wird aber in immer mehr Familien Wert darauf gelegt, den Kindern auch andere Wege zu ermöglichen. So gilt es als eines der erstrebenswertesten Ziele, einmal an der einzigen Universität von Ruanda zu studieren. Hierfür werden oft weite Schulwege in Kauf genommen. Jedes Kind in Ruanda hat ein Recht auf Schule, und die ersten sechs Jahre der Schulzeit sind kostenlos. So soll es allen Eltern ermöglicht werden, ihr Kind in die Schule zu schicken.

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